Sparring und Unterstützung von Klinikdirektorien
Zeitlich begrenzt oder projektbezogen: operative Steuerung, wenn das Management durch übergreifende und strategische Fragen gebunden ist.
Es gibt Phasen, in denen die Geschäftsführung fast vollständig von strategischen Fragen in Anspruch genommen wird: ein Leistungsgruppenverfahren, Fusionsverhandlungen, ein Trägerwechsel, eine schwierige Budgetrunde. Die laufenden Projekte brauchen in dieser Zeit trotzdem Steuerung – und bleiben genau dann liegen.
In solchen Phasen übernehme ich die operative Steuerung. Nicht als Interimsgeschäftsführer mit Gesamtverantwortung, und nicht als Projektmanager für ein einzelnes Vorhaben, sondern als verlängerter Arm des Direktoriums für die Dauer der Belastungsspitze.
Das Mandat ist von Anfang an befristet. Es endet, wenn die strategische Frage entschieden ist und das Haus die Steuerung wieder selbst übernimmt.
Der Schritt zwischen Interim und Projektmanagement
| Interimsgeschäftsführung | Sparring und Unterstützung | Projektmanagement | |
|---|---|---|---|
| Rolle | Organmitglied, führt das Haus | verlängerter Arm des Direktoriums | Leitung eines einzelnen Vorhabens |
| Verantwortung | Gesamtverantwortung, auch rechtlich | Steuerungsverantwortung, Entscheidungen bleiben beim Direktorium | Ergebnisverantwortung im Projektauftrag |
| Anlass | Vakanz, Sanierung, Neuausrichtung | Belastungsspitze durch strategische Fragen | abgegrenztes Vorhaben mit klarem Ziel |
| Umfang | Vollzeit | zwei bis drei Tage je Monat | je nach Projekt |
| Dauer | oft zwölf Monate und mehr | drei bis sechs Monate | Projektlaufzeit |
| Blickwinkel | das ganze Haus | mehrere Vorhaben gleichzeitig | ein Vorhaben |
Die vollständige Übernahme beschreibe ich unter Interimsmanagement. Wenn aus der Steuerung heraus ein Beteiligungsformat nötig wird, greife ich auf die Verfahren unter Hilfe zur Selbsthilfe – Gamification zurück.
Was ich übernehme
Operative Steuerung
- Begleitung laufender Maßnahmen im Betrieb, nicht nur in der Sitzung
- Moderation an den Schnittstellen zwischen Berufsgruppen und Abteilungen
- Nachsteuerung dort, wo Vorhaben ins Stocken geraten
- Statusberichte an Geschäftsführung, Träger und Aufsichtsgremien
- Coaching der verantwortlichen Leitungen im laufenden Prozess
Was beim Haus bleibt
- alle Entscheidungen von Tragweite
- die Vertretung nach außen gegenüber Land, Kassen und Träger
- die Personalverantwortung
- die Linienführung in den Bereichen
Ich ersetze keine Leitung. Ich halte den Betrieb der Vorhaben in Gang, während die Leitung an der strategischen Frage arbeitet.
Typische Situationen
- Befristete Leistungsgruppenzuweisung. Die Auflagen müssen innerhalb der Frist erfüllt werden, während die Geschäftsführung das Verfahren mit dem Land führt. Monatliche Begleitung der Maßnahmen, Statusberichte an Land und Träger.
- Pflegefremde Aufgaben neu verteilen. Aufgabenkritik, Pilotstation, Übertragung auf weitere Bereiche und Aufbau der Nachweisführung – ein Vorhaben über mehrere Berufsgruppen, das ohne kontinuierliche Steuerung versandet.
- Fusion oder Trägerwechsel. Integrationsbegleitung, Führungsklausuren und Konfliktmoderation laufen parallel zu den Verhandlungen, die das Direktorium selbst führt.
- Integriertes Notfallzentrum. Aufbau der gemeinsamen Ersteinschätzung mit dem vertragsärztlichen Bereitschaftsdienst, Einarbeitung und Nachsteuerung über die ersten Monate.
- Wechsel des Klinikinformationssystems. Vorbereitung, Umstellung und Stabilisierung mit einem festen Termin, an dem der Betrieb weiterlaufen muss.
- Prozessvorhaben mit wirtschaftlicher Wirkung. OP-Programm, Entlassmanagement oder Dokumentationsroutinen: Umsetzung, Nachsteuerung und Wirkungsmessung über drei bis sechs Monate.
Die Zuordnung zu Ihrem Haus klären wir im Vorgespräch. Nicht jede Belastungsspitze braucht externe Steuerung, und nicht jedes Vorhaben eignet sich dafür.
Vorgespräch
60 bis 90 Minuten, kostenfrei und unverbindlich. Wir klären, welche Vorhaben Steuerung brauchen, welcher Umfang realistisch ist und ob die Rolle zum Haus passt.
